AGB

1. Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Lieferung von Waren, die zwischen

    Anil Winkler (Einzelunternehmen), Heinrichstraße 168, 64287 Darmstadt, Deutschland, E-Mail: winkler@formavit.de

    (nachfolgend „Verkäufer“)

    und dem Kunden über den Online-Shop abgeschlossen werden.

  2. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

 

2. Vertragsschluss

  1. Die im Online-Shop dargestellten Produkte stellen kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.

  2. Der Kunde gibt durch Abschluss des Bestellvorgangs (Button „zahlungspflichtig bestellen“ oder vergleichbar) ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb befindlichen Waren ab.

  3. Der Verkäufer bestätigt den Eingang der Bestellung per E-Mail (Bestellbestätigung). Die Bestellbestätigung stellt noch keine Annahme dar. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Verkäufer die Bestellung durch ausdrückliche Auftragsbestätigung oder durch Versand der Ware annimmt.

  4. Der Kunde kann Eingabefehler vor Abgabe der Bestellung im Bestellprozess erkennen und korrigieren.

 

3. Preise, Versandkosten, Zahlung

  1. Alle Preise sind Endpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

  2. Zuzüglich zu den Produktpreisen können Versandkosten anfallen. Diese werden im Bestellprozess gesondert ausgewiesen.

  3. Die verfügbaren Zahlungsarten werden im Online-Shop angezeigt. Der Verkäufer kann Zahlungsarten je nach Bestellvolumen, Bonität, Lieferland oder Warenkorbzusammensetzung einschränken. Typische Zahlungsdienstleister können u. a. Shopify Payments, PayPal, Kreditkarte, Klarna und weitere sein.

 

4. Lieferung, Versand, Gefahrübergang

  1. Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands sowie in Länder der Europäischen Union.

  2. Lieferfristen werden im Online-Shop bzw. in der Auftragsbestätigung angegeben. Teillieferungen sind zulässig, sofern sie dem Kunden zumutbar sind.

  3. Speditionslieferungen erfolgen frei Bordsteinkante, d. h. bis zur Lieferadresse an die Bordsteinkante/den nächstzugänglichen Abladeort. Der Kunde ist verpflichtet, für eine geeignete Ablademöglichkeit und Erreichbarkeit zu sorgen.

  4. Gefahrübergang

    • Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher bzw. einen empfangsberechtigten Dritten über.

    • Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr mit Übergabe an den Transportdienstleister/Spediteur auf den Kunden über.

     

5. Eigentumsvorbehalt

Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum des Verkäufers. Gegenüber Unternehmern gilt dies auch für alle Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung.

 

6. Kundenspezifische Waren, Zuschnitt und Bearbeitungen

  1. Kundenspezifische Waren sind insbesondere Waren, die nach Kundenvorgaben zugeschnitten, gebohrt, kantenbearbeitet, begradigt oder sonst wie individualisiert werden (z. B. Zuschnitt nach Maß, Sonderbohrungen, Kantenbearbeitung).

  2. Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Individualisierung erforderlichen Angaben (Maße, Skizzen, Spezifikationen) vollständig und korrekt zu übermitteln und vor Abgabe der Bestellung sorgfältig zu prüfen.

  3. Nach Produktions-/Bearbeitungsbeginn sind Änderungen oder Stornierungen kundenspezifischer Aufträge grundsätzlich ausgeschlossen, es sei denn, der Verkäufer stimmt schriftlich zu.

  4. Widerrufsausschluss: Für Verbraucher besteht bei kundenspezifischen Waren kein Widerrufsrecht, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Hierzu wird auf die Widerrufsbelehrung verwiesen.

 

7. Maß- und Fertigungstoleranzen (GFK)

  1. Bei Waren aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), insbesondere bei Gitterrosten, Stufen, Platten und Profilen, sind material- und fertigungsbedingte Maßtoleranzen technisch bedingt und branchenüblich.

  2. Sofern nicht ausdrücklich eine verbindliche Maßhaltigkeit schriftlich vereinbart wurde, sind Abweichungen von bis zu ±10 mm (je nach Produktgruppe und Fertigungsverfahren) möglich.

  3. Für zugeschnittene oder bearbeitete Waren (z. B. Zuschnitt nach Maß, Vorbohrungen, Kantenbearbeitung, Begradigung) gelten ebenfalls fertigungsbedingte Toleranzen; maßgeblich sind die jeweiligen Angaben in der Produktbeschreibung bzw. im Datenblatt.

  4. Geringfügige, technisch unvermeidbare Abweichungen in Maß, Oberfläche, Farbe oder Struktur stellen keinen Sachmangel dar, soweit die Gebrauchstauglichkeit nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

  5. Der Kunde ist für die bauseitige Prüfung und Passgenauigkeit im Zusammenspiel mit Unterkonstruktion, Befestigung, Auflager, Aussparungen und Montagebedingungen verantwortlich.

  6. Optische Merkmale / Oberflächenbeschaffenheit: GFK-Produkte können fertigungs- und materialbedingt geringfügige optische Unregelmäßigkeiten aufweisen, z. B. leichte Oberflächenrauheit, sichtbare Faser-/Gewebestrukturen, Farb- und Glanzgradschwankungen, kleine Poren/Lunker sowie geringfügige Kantenunregelmäßigkeiten oder Abplatzungen, insbesondere an Schnittkanten. Solche Abweichungen stellen keinen Sachmangel dar, sofern sie branchenüblich sind und die Gebrauchstauglichkeit, Tragfähigkeit und Sicherheit der Ware nicht wesentlich beeinträchtigen.

 

8. Prüfpflichten und Mängelanzeigen (insbesondere B2B)

  1. Unternehmer haben die Ware unverzüglich nach Ablieferung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich anzuzeigen.

  2. Offensichtliche Mängel sind vom Unternehmer spätestens innerhalb von 7 Kalendertagen nach Ablieferung schriftlich (Textform genügt, z. B. E-Mail) anzuzeigen. Verdeckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung anzuzeigen.

  3. Unterlässt der Unternehmer die rechtzeitige Anzeige, gelten die Waren als genehmigt, soweit gesetzlich zulässig.

 

9. Gesetzliche Mängelhaftung (Gewährleistung)

  1. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Mängelhaftung.

  2. Gegenüber Unternehmern gelten die gesetzlichen Vorschriften mit der Maßgabe, dass der Verkäufer zunächst nach eigener Wahl durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung erfüllt. Weitere Ansprüche bestehen nur nach Maßgabe dieser AGB und der gesetzlichen Vorschriften.

 

10. Hinweise zu Verwendung, Montage und Sicherheit

  1. Die vom Verkäufer gelieferten Waren sind für die in der Produktbeschreibung angegebenen Zwecke bestimmt. Der Kunde hat die Ware entsprechend der Produktbeschreibung, technischer Hinweise und ggf. beiliegender Verlege-/Montagehinweise zu verwenden.

  2. Die ordnungsgemäße Planung, Auswahl (insbesondere Eignung für den konkreten Einsatz), Montage/Installation, Unterkonstruktion, Befestigung, Einhaltung von Lastannahmen, Normen und Sicherheitsvorschriften obliegt dem Kunden bzw. den von ihm beauftragten Fachkräften.

  3. Produkte mit Anti-Rutsch-Eigenschaften können das Risiko des Ausrutschens reduzieren, stellen jedoch keine Garantie für Unfallfreiheit dar. Verschmutzung, Nässe, Eis, Abnutzung und falsche Montage können die Rutschhemmung beeinflussen.

 

11. Haftung

    • bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit,

    • bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,

    • nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes,

    • sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

      Der Verkäufer haftet unbeschränkt

       

  1. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

  2. Im Übrigen ist eine Haftung des Verkäufers für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

  3. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

 

12. Widerruf (nur Verbraucher)

Für Verbraucher gilt die Widerrufsbelehrung des Verkäufers. Unternehmern steht kein gesetzliches Widerrufsrecht zu.

 

13. Rücksendungen (Organisatorisches)

  1. Rücksendungen sind – unabhängig vom gesetzlichen Widerruf – nach Möglichkeit vorab per E-Mail anzukündigen, um eine reibungslose Abwicklung zu ermöglichen.

  2. Rücksendungen sind an die in der Widerrufsbelehrung genannte Rücksendeadresse zu richten.

 

14. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.

  2. Gegenüber Unternehmern ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen der Sitz des Verkäufers, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

  3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.